Trauma durch Missbrauch

Trauma durch Missbrauch

Panikattacken, diffuse Ängste, Angst vor Kontrollverlust und Schuldgefühle – dies alles sind Zustände, die fast jedem von uns vertraut sind. Sie können unterschiedliche Ursachen haben, wobei immer eine unverarbeitete traumatische Erfahrung dahinter steckt.

Es lohnt sich, genauer hinzuschauen, wenn derartige Zustände auftreten in Verbindung mit:

  • fehlenden Kindheitserinnerungen (normalerweise kann man sich an einzelne Situationen ab dem 2. Lebensjahr erinnern)
  • Migräne
  • starke Menstruationsbeschwerden
  • Essstörungen
  • Zwängen (Waschzwang, Grübelzwang, Zählzwang, Selbstverletzung)
  • Suchtverhalten
  • Alpträume
  • Schlafstörungen
  • Probleme in der Partnerschaft (Nähe nicht zulassen können, Bindungsangst, keine Freude an der Sexualität)
  • Empfindungen wie „Schwarzer Klotz auf der Brust“ oder „Schwarzes Loch im Herzen“
  • etc.

Diese Symptome deuten unserer Erfahrung nach häufig auf sexuellen Missbrauch hin. Dieser kann selbst (z.B. auch als kleines Kind) erlebt worden sein, kann aber genauso gut schon 1-2 Generationen zurückliegen. Gerade, wenn ein Kind einen Missbrauch erlebt hat, muss es diese Erlebnisse abspalten, um überhaupt weiter leben zu können. Häufig geschieht der Missbrauch ja innerhalb der engsten Familie, also an dem Ort, der eigentlich Geborgenheit und Schutz bieten sollte. Solch eine schockierende und das Kind völlig überrollende Erfahrung macht aber gerade diesen Ort zum Ort des Schreckens – Abspaltung ist die einzige Möglichkeit, sich zu schützen. Aus diesem Grund fehlen die bewussten Erinnerungen im Erwachsenenalter, aber zurück bleiben diese lebenserschwerenden Zustände, die auch mit einem geschädigten Selbstbild und schweren Identitätskrisen einhergehen. Daher treten die beschriebenen Symptome häufig um das 40. Lebensjahr herum auf, weil zu diesem Zeitpunkt die Reifung der eigenen Identität (wer bin ich unabhängig von meinem Familiensystem, was will ich in meinem Leben tun?) abgeschlossen sein sollte. Aber mit diesem unverarbeiteten Trauma im Gepäck ist es beinahe unmöglich zu dieser Reifung zu gelangen.

Gerade weil es ein schweres Trauma und eben häufig auch in der frühen Kindheit geschehen ist, kommt es zu einer gravierenden Verschiebung verschiedener Parameter: Bin ich schuld? Was stimmt nicht mit mir? Warum sind alle anderen besser/schöner/klüger/etc. als ich?

Wenn Sie erfahren möchten, ob Sie eventuell ein solches Trauma erlitten haben, können Sie einen kleinen Test machen: Lesen Sie die oben aufgeführte Liste der Symptome langsam Zeile für Zeile durch und achten Sie dabei ganz aufmerksam darauf, ob Sie solche Symptome – vielleicht auch nur ganz subtil – von sich kennen.

Wer solche Zustände und Symptome kennt und sie nicht länger hinnehmen will, kann beginnen, einen Weg zu gehen, der aus dem Trauma hinaus und zu einer neuen Freiheit führt. Es ist kein einfacher Weg und erfordert viel Geduld und Mut, aber es ist ein Weg, der sich lohnt.

Wir sind gerne auf diesem Weg an Ihrer Seite in Form von Begleitung durch Craniosacralen Ausgleich und Familienaufstellungen. „Man kann die Seele nicht ohne den Körper heilen und den Körper nicht ohne die Seele“ heißt ein weiser Spruch. Unsere langjährige Praxiserfahrung bestätigt diesen Satz. Unsere Seele lebt in unserem Körper – was wir scheinbar nur psychisch erleben, hat immer auch Auswirkungen auf unseren Körper und umgekehrt. Deshalb führen beide Wege in Kombination zur ganzheitlichsten Traumabewältigung.

Ihre Praxis Wege zum Herzen

 

www.wege-zum-herzen.de

Marion Maier – Craniosacraler Ausgleich – Tel: 0176-64 72 63 24

Raphaela Haag – Familienaufstellungen – Tel: 0170-44 111 04

 


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