Wenn Gefühle Schmerzen machen

Wenn Gefühle Schmerzen machen

Wenn man eine Umfrage machen würde mit der Frage, wo das Gedächtnis seinen Sitz hat, würden wohl die meisten sagen, es befindet sich im Gehirn. Das ist ja auch richtig. Unser Gehirn speichert alles – manche Dinge können wir sofort abrufen, manche sind schlecht gespeichert und lassen sich erst mit einigem Grübeln wieder hervorholen und manche Dinge sind verschüttet und landen im Unterbewusstsein – manchmal tauchen sie von dort wieder auf, manchmal bleiben sie dort auch liegen und sind uns nicht bewusst zugänglich. Aber es gibt noch einen Speicherort, der leider oft vergessen wird: Es ist unser Körper.

Unser Körper speichert vor allem die Dinge, die uns nicht oder nur teilweise bewusst sind. Er ist wie ein großer Festplattenspeicher, wo all die Dinge landen, für die wir gerade keine Zeit oder keine Nerven haben, die uns überfordern, weil wir nicht wissen, wie wir damit umgehen sollen oder die wir schlicht einfach nicht haben wollen, weil sie unangenehm sind. So landet Angst beispielsweise gerne im Nacken („die Angst sitzt mir im Nacken“) oder generell im Rücken oder auch am Herzen, Traurigkeit kann sich in den Nasennebenhöhlen oder auch in der Blase oder den Nieren festsetzen, Aggression im Magen und Darm  oder auch in der Galle („mir steigt die Galle“), um nur ein paar wenige Beispiele zu nennen. Auch nach einem Unfall kann sich der Schock noch Jahre später im Gewebe bemerkbar machen – z.B. durch ständige Rückenschmerzen o.ä., die von ärztlicher Seite häufig ohne Befund sind und einfach nicht verschwinden oder immer wieder kommen. Ebenso sitzen nicht selten viele Gefühle nach einem traumatischen Erlebnis wie einem Kaiserschnitt oder einer Fehlgeburt noch im Gewebe fest, was sich durch Schmerzen, Taubheit oder wulstartige Narben im Bauch oder im Beckenbereich bemerkbar machen kann.

Diese Gefühle sitzen in unserem Körper wie abgekapselte Energiezysten und machen uns Beschwerden. Manchmal werden wir tatsächlich krank davon. Dann brauchen wir möglicherweise einen Arzt, der unserem Körper hilft, wieder ins Lot zu kommen. Aber die Krankheit ist eigentlich nichts schlechtes, sondern sie ist die Reaktion auf ein Heilungsgeschehen: die Gefühle lösen sich über den Körper, aber es ist nicht angenehm. Doch hinterher geht es uns besser, weil etwas, das uns belastet hat, weg gegangen ist.
Manchmal aber machen uns diese Gefühle einfach nur Beschwerden ohne dass irgendein Arzt etwas finden kann. Das sind dann abgekapselte Gefühle, die sich über das Bewusstsein lösen wollen. Sie wollen gespürt und erinnert werden und dann können sie gehen und dann sind auch die Schmerzen weg. Aber wie kommt man an diese Gefühle ran?

Ein guter Weg, diese Energiezysten und die darin hängenden Gefühle aufzulösen, ist die Craniosacraltherapie. Sie ist eine sehr sanfte, aus der Osteopathie stammende Therapieform, die nicht nur auf den Körper anspricht, sondern bis in die Tiefe der Zellen und deren Erinnerungen vordringen und diese auch auflösen kann. Der Therapeut/die Therapeutin kann mit seinen/ihren Händen solche Energiezysten aufspüren und sie mit bestimmten Griffen und achtsamer Aufmerksamkeit in Bewegung bringen. Häufig ist es so, dass ein Klient beispielsweise Knieschmerzen hat, er kommt zur Craniosacraltherapie, der Therapeut/die Therapeutin erspürt die Energiezyste (die auch an einem anderen Ort als dem Knie sitzen und zum Knie nur ausstrahlen kann), berührt die Stelle und verweilt dort. Die Energiezyste „weicht auf“, sie kommt in Bewegung und plötzlich erinnert sich der Klient an einen Unfall, den er vor Jahren gehabt hat. Bilder tauchen in ihm auf, er erzählt davon und im Erzählen kommen auch – endlich – Gefühle hoch: er spürt die Angst, die er damals hatte, die Traurigkeit, die Wut etc… Der Therapeut/die Therapeutin hört zu und ist mit seinen/ihren Händen an der Stelle der Energiezyste und spürt, wie es dort pulsiert, strömt, sticht… Es dauert eine Weile, dann lässt das nach, es wird ruhiger, auch der Klient wird wieder ruhiger und dann ist es plötzlich vorbei. Die Energiezyste ist weg, die Knieschmerzen haben nachgelassen und werden in den nächsten Tagen ganz verschwinden und der Klient wird wieder ein Stück freier sein: Er hat keine Schmerzen mehr und er ist auch innerlich leichter, weil er etwas Belastendes endlich loslassen konnte.

Wir Menschen haben ständig irgendwelche Gefühle – sie wollen wahrgenommen werden, damit sie gehen können. Je größer und belastender sie sind, umso wichtiger. Die Craniosacaltherapie kann dabei gut helfen – auch, wenn etwas schon lange Zeit zurück liegt.

Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf, wenn Sie sich von diesem Beitrag angesprochen fühlen und gerne mal einen Termin für eine Cranio ausmachen möchten!

Marion Maier

www.wege-zum-herzen.de

0176-64 72 63 24

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